American Football: Die Minden Wolves gastieren beim letztjährigen Zweitliga-Meister aus Hamburg
Hamburg ist immer eine Reise wert. Reeperbahn, Hafen, Elbphilharmonie, Miniatur-Wunderland. Der Sehenswürdigkeiten an der Waterkant gibt es viele. Doch dafür haben die American Footballer der Minden Wolves am Samstag keinen Blick. Für sie steht das dritte Meisterschaftsspiel als Zweitligist auf dem Programm. Und das führt sie zu den Hamburg Pioneers. Kickoff ist um 16 Uhr.
Nach zwei Niederlagen – einer vermeidbaren und einer überaus klaren – gehen die Schützlinge von Phil Gamble nicht nur aufgrund ihrer bisherigen Ausbeute als Außenseiter ins Spiel. Es sind auch die Rollen, die wohl eindeutig verteilt sind. Immerhin gastiert das Wolfsrudel beim amtierenden GFL2 Nord-Meister. Der hatte am Ende der vergangenen Saison unter drei punktgleichen Mannschaften (auch Rostock und Krefeld wiesen acht Siege auf) das glücklichere Ende für sich und qualifizierte sich für den Playoff-Spiele gegen das Tabellenschlusslicht der GFL1, die Paderborn Dolphins. Und ausgerechnet im ersten Duell mussten die Hansestädter auf einen starken Import verzichten und zog sich ihr Quarterback beim Stand von 14:14 eine Verletzung zu. Das nutzten die Ostwestfalen, um sich am Ende bei jeweils einem Sieg und einer Niederlage knapp durchzusetzen. An den Start in der 1. Liga gingen die Paderborner aber nicht. Wirtschaftliche Probleme sorgten dafür, dass sie auf die Lizenz verzichteten und in der Regionalliga an den Start gingen. Sehr zum Leidwesen der Hamburger, den der Aufstieg versagt blieb. In der Pre-Season verloren die Pioneers einige Spieler. Dafür kehrten andere in die Hansestadt zurück. Und das die Hamburger nicht schwächer als im Vorjahr sein würden, stellten sie in ihrem ersten Spiel unter Beweis, als sie in Langenfeld zu einem souveränen Erfolg kamen.
Anders die Minden Wolves, die zuletzt gegen die Krefeld Ravens, den selbsternannten Meisterschaftsaspiranten, mit 0:47 unter die Räder kamen. Da lief nicht viel zusammen. Insbesondere erneut in der Offense, der nur selten ein First Down gelang und die kaum einmal über die Mittellinie kam. „Das muss in Hamburg definitiv besser werden. Wir müssen hier anders auftreten“, so Phil Gamble. Auch wenn sich sein Team in der Außenseiterrolle befinden würde, so erwartet der Mindener Headcoach ein anderes Gesicht seiner Mannschaft.


