Aktuell haben die Minden Wolves noch keinen Grund zum Jubeln. Das soll sich am Samstag ändern, wenn den heimischen American Footballern, das zweite Heimspiel in der GFL2, der 2. Bundesliga, bevorsteht. Bislang gelang es den Mannen von Headcoach Phil Gamble in der neuen Umgebung nicht, etwas Zählbares der Habenseite hinzuzufügen. Das soll sich nun ändern. Dabei erwartet das Wolfsrudel die Langenfeld Longhorns. Kickoff ist um 15 Uhr.
„Wir haben leider einige Chancen liegen gelassen. Weder in Leipzig, noch in Hamburg waren wir so viel schlechter, als dass wir nicht auch als Sieger hätten vom Platz gehen können“, blickt Gamble zurück. Hinzu kamen noch Unwägbarkeiten wie fünf Staus auf dem Weg nach Hamburg und eine zweistündige Vollsperrung der Autobahn vor dem zurückliegenden Spiel in Elmshorn. Gerade die Partie bei den Fighting Pirates litt unter den unglücklichen Gegebenheiten. „Einige Coaches waren mit dem PKW unterwegs und lagen vielleicht fünf Minuten vor uns. Sie sind aber noch glimpflich durch den Stau gekommen, haben von der Vollsperrung kaum etwas mitbekommen und waren fast zwei Stunden vor uns in Elmshorn.“ Hinzu kam, dass durch das späte Eintreffen des Mannschaftsbusses eine vernünftige Vorbereitung auf das Spiel nicht mehr möglich war. „Man hat uns nur zehn Minuten Aufschub gegeben. Also nichts. Dabei wären die Gastgeber mit einer Verschiebung von 15 auf 16 Uhr einverstanden gewesen“, versteht Gamble die Entscheidung der Referees nicht ganz. „Am Livestream kann es letztlich nicht gelegen haben. Das wäre auch ein Witz gewesen.“
Nun, die Uhren sind nicht mehr zurückzudrehen, die Voraussetzungen nicht mehr zu ändern – und damit auch der Spielausgang nicht. Fakt war allerdings einmal mehr, dass sich der Gegner, wie alle anderen zuvor auch, auf die Mindener Offensive mit ihren Plays sehr gut eingestellt hatte. „Wir sind aktuell zu leicht auszurechnen“, hört man von allen Seiten. Daran gilt es zu arbeiten, denn mit dem vorhandenen Personal sollten die Wolves nicht in Abstiegsgefahr schweben. „Wichtig ist nur, dass wir diese Stärke auch aufs Feld bekommen“, betont Wolves-Vorstand Volker Krusche.
Am Samstag kommt es im Mindener Weserstadion zu einem echten Showdown, denn beide Kontrahenten warten nach wie vor auf den ersten Saisonsieg. Die Rheinländer verloren bislang ihre drei Partien gegen die Top 3 der vergangenen Spielzeit. In Rostock gab es ein 0:38, daheim unterlagen die Longhorns den Hamburg Pioneers mit 14:28 und am Samstag gab es auf eigenem Platz ein 22:61 gegen die Krefeld Ravens eine deutliche Niederlage.
Es ist offensiv wie bei den Wolves noch der Wurm drin.
Entsprechend dürfte das Team, dass in diesem Mannschaftsteil die Handbremse besser lösen kann, auch im direkten Kellerduell Vorteile haben. Auf Mindener Seite hofft man natürlich, dass der Knoten der Offense des Wolfsrudels platzen wird. Ein Erfolg wäre besonders wichtig, da es nur ein Duell der beiden Teams geben wird und der Sieger auch den Vorteil des direkten Vergleiches haben würde. Mit der entsprechenden Rückendeckung auf der Tribüne sollte das den „Wölfen“ sicherlich leichter fallen. Krusche: „Wir würden uns wünschen, dass auch hier der Knoten platzen wird.“


