Die Minden Wolves gastieren bei den Elmshorn Fighting Pirates erneut im hohen Norden
Es fehlte nicht viel und die erste dicke Saison-Überraschung wäre perfekt gewesen. In einem Duell auf Augenhöhe war das Glück am Ende aber den Gastgebern hold. Und so kassierten die Minden Wolves in ihrem Auswärtsspiel beim amtierenden GFL2 Nord-Meister Hamburg Pioneers eine knappe 14:21-Niederlage. Damit geht das Warten auf die ersten Punkte in der 2. Bundesliga weiter. Am Samstag nimmt das Wolfsrudel einen neuen Anlauf, wenn sie bei den Elmshorn Fighting Pirates gastiert (Kickoff: 15 Uhr. Für die Norddeutschen ist es das dritte Heimspiel in Folge.)
„Mit der Reaktion auf die klare Niederlage gegen Krefeld war ich zufrieden. Mit dem Ergebnis am Ende aber nicht, denn es war mehr für uns drin“, blickt Headcoach Phil Gamble zurück. In der Tat hätten seine Männer die Überraschung noch perfekter machen können. Denn niemand hatte im Vorfeld damit gerechnet, dass man dem selbsternannten Titelanwärter bis in die letzten Sekunden der Partie Paroli bieten würde. Aber angesichts des Spielverlaufs mit einigen sich bietenden guten Feldpositionen und angesichts mehrerer umstrittener Entscheidungen der Referees hätten die Wolves bei etwas glücklicherem Spielverlauf den Kunstrasen auch als Sieger verlassen können. Und damit wäre wohl die erste dicke Sensation der laufenden Saison perfekt gewesen.
War sie aber nicht – und so trauern die Mindener nach der überflüssigen Niederlage in Leipzig (10:13) den dort verpassten Punkten nach wie vor hinterher. „Dann müssen wir sie halt in anderen Spielen zurückholen“, sagt Gamble. Und warum nicht nördlich von Hamburg damit beginnen? Allerdings hinterließen die „Kämpfenden Piraten“ in ihren beiden bisherigen Meisterschaftsspielen jeweils einen guten Eindruck. Gegen die hocheingeschätzten Rostock Griffins zogen sich die Schleswig- Holsteiner sehr gut aus der Affäre, mussten beim 29:31 am Ende aber gratulieren. Mit dieser ordentlichen Leistung im Rücken landeten sie im zweiten Heimspiel einen ungefährdeten 38:22-Erfolg gegen die Leipzig Lions. In beiden Partien war es insbesondere die Offense der Piraten, die „Beute“ machte. Allen voran Runningback Thomas Nathaniel, der es auf 352 Rushing-Yards brachte, womit er in der GFL2 Nord aktuell Platz eins einnimmt, und drei Touchdowns erzielte. Besonders zu achten gilt es aber auch auf Elmshorns Quarterback, dessen Pässe zu zwei Dritteln ankamen, der aktuell bei einer Bilanz von 421 Passing-Yards liegt und der an 22 Punkten beteiligt war. In der Defense überzeugte vor allen Dingen bislang DB Lasse Schumacher mit zwölf Tackles.
Die Minden Wolves sind zwar erneut Außenseiter, fahren aber nicht chancenlos in den hohen Norden. „Wenn wir an die Leistung in Hamburg anknüpfen können, unsere Defense wieder gut steht und wir in der Offensive die sich uns bietenden Chancen konsequenter nutzen, dann sollte durchaus was möglich sein“, ergänzt Phil Gamble. Jetzt müssen nur die „Wenn’s“ in die Tat umgesetzt werden.


